Was ist ein Bullet Journal? Deutsche Anleitung & Erklärung

Was ist ein Bullet Journal?

Bullet Journal: Der flexibelste Planer seit Erfindung des Papiers

Ein Bullet Journal, auch gerne BuJo abgekürzt, ist ein Planer / Organizer, der sich ganz flexibel an deine Bedürfnisse anpasst.

Sein Erfinder Ryder Caroll nennt es „Das analoge System fürs digitale Zeitalter“.

 

Was brauche ich?

bujo startsetAußer einem Notizbuch* und einem Stift: Nichts.

Liniert, kariert, blanko, gepunktet, Bleistift, Kuli, Füller – reine Geschmackssache. Nimm was dir gefällt und zu dir passt.

Ein kurzer Blick auf Pinterest, die Google Bildersuche oder in diverse Facebook-Gruppen zeigt dir schnell, dass es dabei selten bleibt. Aber zum Start sind diese beiden Utensilien völlig ausreichend.

 

Wie gehts los?

Bullet Journal KeyKey und Index

Die ersten paar Seiten sind in den meisten Bullet Journals gleich. Los gehts mit deinem Key. Das ist eine Übersicht über die Symbolik, die du in deinem BuJo verwenden willst. Die einfachste Version siehst du im hier gezeigten Bild. Aber schon hier kannst du anfangen, dein BulletJournal nach deinen Wünschen zu gestalten. Du kannst mehr oder weniger Symbole verwenden oder auch andere Symbole.

Dann kommt der Index. Das ist das Inhaltsverzeichnis deines BulletJournals. Dieses wächst mit dem Inhalt zusammen. Immer wenn du eine neue Seite erstellst trägst du die Seitenzahl und das Thema der Seite in deinem Inhaltsverzeichnis ein.

Tipp: Plane für das Inhaltsverzeichnis mehrere Seiten ein.

Future Log

Danach kommt der Future Log. Nach dem ursprünglichen System von Ryder Caroll ganz einfach gehalten: Die Seite dreiteilen und für jeden Monat ein Drittel verwenden. Hier notierst du Termine, Ereignisse und Pläne die in der Zukunft liegen. Das erste Bild zeigt ein sehr einfaches Future Log. Im zweiten ist ein Monatskalender ergänzt. Future Log einfachfuture-log kalender

Für das Future Log gibt es 2 relativ weit verbreitete Alternativen:

Ich würde aber zum Start mit einem simplen FutureLog beginnen. Es ist unaufwändig zu zeichnen und sehr flexibel.

button-future-log

Monatsüberblick & Daily Logs

Auf der nächsten freien Seite kommt debullet journal monatsuebersichtine Monatsübersicht. Vergiss nicht, sie in deinen Index einzutragen 😉

Auch hier wieder: Es geht ganz simpel, aber der Kreativität sind auch keine Grenzen gesetzt.

 

Nochmal umblättern und dann kommen wir zum Herzstück des Systems: Das Rapid Logging. Das sind die Seiten für deine Tagesplanung. Schreibe auf die nächste leere Seite Datum und Wochentag des heutigen Tags und dann leg los. Schreibe deine Aufgaben und Termine rein, deine Gedanken und Idee. Und am nächsten Tag einfach unten drunter weiter machen.

Und wie immer: Index-Eintrag nicht vergessen.

Du siehst – der Anfang ist ganz einfach. Aber, wie schon Captain Picard sagte: „The sky is the limit“. Das Wichtigste beim Bullet Journaling ist: Es ist dein Journal. Es soll dir helfen. Es darf minimalistisch schwarz-weiss sein, es darf aber auch bunt und dekoriert sein. Wenn dir Tagesübersichten nicht liegen versuche mal Wochenübersichten.

Monatsplanung im BulletJournal

Und hier noch ein paar Begriffe, die jetzt für den Einstieg zu weit führen würden, die dir aber auf jeden Fall begegnen werden:

Wenn du neugierig bist: Pinterest ist dein Freund 🙂

Vorteile des Bullet Journals

Zum Schluss noch ein paar Vorteile des Bullet Journals gegenüber einem „fertigen“ Planer / Kalender:

  • Einsteigerfreundlich: Man kann direkt loslegen und nichts falsch machen
  • Keine Papierverschwendung: Wenn man mal 2 Wochen nichts macht bleiben nicht wie in einem herkömmlichen Organizer die Seiten leer
  • Anpassbar: Das System mit dem du gestartet bist passt nach 3 Wochen nicht mehr? Kein Problem! Alle deine Seiten sind leer. Teste einfach was Neues.
  • Große Community: Auf Facebook, Pinterest, Instagram findest du mehr Ideen und Inspirationen als du jemals verarbeiten kannst

Und jetzt viel Spaß beim Journaling <3 

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12 Gedanken zu „Was ist ein Bullet Journal? Deutsche Anleitung & Erklärung

  1. dany sagt:

    Ich habe tatsächlich heute das erste Mal vom BuJo gehört und bin begeistert! Ich frage mich nur wo die Listen geschrieben werden, oder Projekte, die länger dauern … fängt man da mit den hinteren Seite an? Manchmal lässt sich ja nicht ein Ding an einem Tag ganz abhaken … ich bin gespannt!

    • Sandra sagt:

      Hallo Dany,

      ich schreibe die tatsächlich immer einfach auf die nächste freie Seite. Manchmal, wenn ich sie oft brauche und nicht immer in den Index schauen will markiere ich mir die Seite dann, zum Beispiel mit Washi-Tape oder einem Post-It.

      Wenn die Seite voll ist mache ich einen Vermerk auf welcher Seite die Liste weiter geht. Oder wenn schon viele Teilaufgaben vom Projekt abgehakt sind schreibe ich die Liste dann neu auf einer neuen Seite.

      Probiers einfach mal aus, es soll dir ja helfen. Und das Schöne ist ja – wenns nicht funktioniert kannste schon bei der nächsten Liste direkt ne andere Methode versuchen 🙂

      Liebe Grüße,
      Sandra

  2. Tanja sagt:

    Ich bin auch ein absoluter BuJo-Fan. Das einzige, was ich total blöd finde bzw. für mich absolut nicht mache, ist der Future-Log. Ich finde es so blödsinnig, alles durcheinander der Reihe nach weg zu sammeln, was in den nächsten Wochen ist, um es dann wiederum im Monat nochmal alles einzutragen.

    Ich habe vorne die Monate (1 Monat auf 2 Seiten) für ein Jahr und da ist dann alles geplant. Urlaub, Ferien, Termine, Papa-WE usw. Ich habe das ganze Jahr auf einen Blick und muss nicht schauen, wenn ich in 8 Wochen nen neuen Arzttermin machen will, ob die Woche schon voll ist oder nicht, weil ich das gar nicht erkennen kann, wenn es da alles so hingequetscht ist.

    Zumal ich keinen Sinn darin sehe, alles doppelt zu machen, ich kann ja gleich die Monate vorneweg schreiben und dann halt im BuJo keine Monatsübersichten mehr, weil die hab ich ja schon. So kann man sich den Future Log ja komplett sparen und hat keine doppelte Buchführung!!!

    Aber gut, wer damit klar kommt, bitte sehr! Das ist ja das schöne am BuJo: Jeder wie er mag und es braucht!!!

    LG

    • Sandra sagt:

      Hallo Tanja,
      das stimmt – die Flexibilität und Anpassbarkeit auf die eigenen Bedürfnisse ist auch für mich der größte Pluspunkt am Bullet Journal.
      Für mich passt der Future-Log super, weil ich nicht so viele Termine habe privat. Beruflich nehme ich inzwischen den Calendex her. Aber auch alle Monate direkt einzutragen ist natürlich eine gute Lösung.
      Wichtig ist ja, dass dein BuJo für dich übersichtlich ist und dir hilft. 🙂

      Liebe Grüße,
      Sandra

    • Lea sagt:

      Ryder Carroll hat auf der Bullet Journal Website auch über diese Wiederholungen geschrieben und erklärt, warum er das für sinnvoll hält. Es geht da vor allem darum, sich bei den wiederholten Eintragungen Gedanken zu machen, ob der jeweilige Eintrag noch relevant ist für dich.

      Das ist natürlich bei Sachen wie Arztterminen, Urlaub usw. eher hinfällig, insofern kann ich dich da voll verstehen 🙂 bei To Do’s z.B. finde ich das aber ganz sinnvoll, gerade wenn es Dinge gibt die man täglich wieder nicht macht und verschiebt. Da sollte man sich dann wirklich bewusst machen ob das ständige Verschieben nicht einfach den Grund hat, dass es nichts wichtiges ist.

      Aber ja, das ist das tolle am Bullet Journal: jeder kann es machen wie er oder sie will 🙂

      Liebe Grüße
      Lea

      • Sandra sagt:

        Liebe Lea,

        danke für deine Ergänzung. Das stimmt und ich stelle das auch bei mir total fest, dass es so funktioniert. 🙂

  3. Franziska sagt:

    Hey! Ich möchte gerne mir einem BuJo anfangen, weiß aber nicht welche Stifte ich verwenden könnte. Mit welchen arbeitest du denunziert was sind deine Empfehlungen?

    Xoxo
    Franziska

    • Sandra sagt:

      Hallo Anka,

      die meisten verwenden DIN A5, aber das ist natürlich Geschmackssache. Viele Layouts die du auf Pinterest oder Co findest passen sehr gut auf DIN A5. DIN A4 bietet dir natürlich mehr Platz – aber ist dafür zB in der Tasche oder auf dem Schreibtisch sicher etwas unhandlicher.

      Ich persönlich fühle mich in DIN A5 sehr wohl 🙂

      Ich hoffe das hat dir geholfen.

      LG,
      Sandra

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